Der Ikea-Beziehungstest

Kürzlich hat ‚The Atlantic‘ erkannt, erkannt dass Ikea viele Beziehungsprobleme bringt (Why Ikea Causes So Much Relationship Tension).

„Little things like putting a set of shelves together will bring up some ancient history with the partners,“ Don Ferguson, author of Reptiles in Love: Ending Destructive Fights and Evolving Toward More Loving Relationships, told me. „Do you trust me? Do you think I’m stupid? Do you think I have no skills? Do you wish your old boyfriend was here doing this?“

Sprich Kleinigkeiten, wie das gemeinsame Zusammenbauen von Regalen, bieten viel Konfliktpotential. Viel tieferliegende Konflikte kommen dabei zum Vorschein: Vertraust Du mir? Hälts Du mich für blöd oder ungeschickt? Hättest Du lieber, dass dein Handwerklich so begabter Ex-Freund das zusammenbaut?

Nun bin ich schon vorher kein großer Freund des schwedischen Einrichtungshauses gewesen, aber für alle, die darüber nachdenken, mit einer netten Frau oder einem netten Mann zusammenzuziehen, bietet IKEA eine unschätzbare Entscheidungshilfe zur Beantwortung der Frage „Ist er bzw. sie auch nach den ersten Monaten, wenn das Kribbeln nachlässt, immernoch die Person ist, mit der ich glücklich sein kann?“

Der ultimative IKEA-Beziehungstest:

Der geht ganz einfach (und wird am besten durchgeführt, bevor der gemeinsame Mietvertrag unterschrieben ist):

  1. Geht zum schwesdischen Einrichtungsfachmarkt in eurer Wahl
  2. Sucht euch gemeinsam ein Bett aus (möglichst ein komplexeres, wie das Brimnes mit separaten Kopfteil). Falls ihr wirklich gerade kein Bett braucht geht im Zweifelsfall geht auch ein Pax-Schrank. Die romantische Note des Tests leidet aber etwas darunter.
  3. Baut es zusammen auf.

Auswertung:

  • Ihr verlasst schon den Markt getrennt und ohne Bett:
    Glück gehabt. Kaution gespart. und ihr könnt in eurer schnuckeligen Zweizimmerwohnung euer eigener Herr bleiben.
  • Überlegt ihr schon während des Aufbauens, wie man es wohl am besten aufteilt, damit jeder nach einer möglichen Trennung seine Hälfte bekommen kann:
    Lasst es lieber. Vermutlich wird auch ein Dauerabo beim Paartherapeuten eure Beziehung nicht retten.
  • Steht das Bett anschließend, ist aber nicht sonderlich stabil, weil der eine zur Konfliktvermeidung den anderen Dinge hat machen lassen, die der eigentlich nicht so gut kann. Geht ihr nach dem Aufbau, lieber erstmal einen Kaffe trinken, um über eure Erfahrung beim Aufbau zu reden:
    Ihr habt gute Chancen auch die nächsten Jahre zu überstehen, aber für die Ewigkeit, werdet ihr beide vermutlich noch an euch arbeiten müssen um akzeptieren zu lernen, dass auch in einer gleichberechtigten Beziehung nicht jeder alles gleich gut können muss.
  • Hat einer von euch den anderen machen lassen und statt einen Streit vom Zaun zu brechen lieber einen Kaffee gekocht, ein gutes Buch gelesen und lobt den anderen, wie gut er das macht, wärend er ihm seine Tasse Kaffe bringt:
    Kann durchaus kein schlechtes Zeichen für eine Beziehung sein, seine Stärken und Schwächen zu erkennen, und dem anderen ebenso zuzugestehehn. Das kann etwas werden.
  • Steht das Bett am ende stabil im Schlafzimmer, ohne dass ihr euch wegen Kompetenzgerangel in die Haare gekommen seid. Ist es dabei sogar so harmonisch und arbeitsteilig gelaufen, dass ihr im Anschluss gleich das Bett einweihen wollt:
    Heiratet am besten. Besser kann es kaum noch werden.
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