Hört auf euch zu streiten

Ich bin ja manchmal ziemlich Stolz auf meine Tochter. Nachdem sie in einem Facebook-Forum Schmonzes wie „Seit Anbeginn der Menschheit und im gesamten Säugereich spielt die Mutter eine übergeordnete Rolle. Diese Tatsache kann kein Vater der Welt und auch kein Familienrichter einfach unter den Tisch kehren. Das wäre einfach nur wider der Natur!“ gelesen hat, wo einige alleinerziehende Muttertiere beklagten, dass Mütter ja inzwischen nicht mehr verhindern können, das Väter das Sorgerecht und Umgang bekommen, hat sie ihnen folgende Antwort geschrieben, die ich mal unzensiert veröffentliche:

Guten Tag meine werten Damen und Herren,

NEIN mein Vater hat mich nicht hinterhältig Manipuliert, ich bin einfach nur eine Moderne 15 Jährige Teenagerin, die das Gefühl hat KEIN MENSCH (und scheinbar ganz besonders die Frauen) hier, hat eigentlich Ahnung was für einen riesigen Bockmist ER Sie Es von sich gibt. Ich bin ein Scheidungskind und hab all das durchgemacht und gefühlt. Man bekommt hier das Gefühl Sie reden nicht über einen lebenden, atmenden und vor allem sensiblen und fühlenden, kleinen Menschen sondern mehr über einen Preis den es zu gewinnen gilt. Und das ist etwas vollkommen unmögliches, denn wenn ich das mal so erwähnen darf Jahrhunderte lang haben sich die Frauen beschwert, verkauft oder verlost zu werden und kein Mitsprachrecht zu besitzen und ganz genau das tun sie gerade mit Ihrem Scheidungskind. Frauen sind, nach meiner Erfahrung, oft sehr viel Manipulativer und Aggressiver als Männer. Sie lästern, und das ist kein Vorurteil das ist nun mal einfach eine Begebenheit. Auch wenn wir Frauen sagen „NEIN ICH LÄSTER DOCH NICHT“ tauchen die Situationen in denen wir es tun immer wieder auf (eigene Erfahrung und zwar nicht nur von mir, wie ich betonen darf) Die Ausrede lautet immer „Sonst tu ich das ja nicht aber…“. Und wenn Sie sich jetzt vorstellen Sie sitzen mit Ihren Freundinnen in einem schönen Kaffeekränzchen und ihr kleines Kind spielt still neben ihnen und Ihre Freundin fragt sie wie es denn so mit dem Ex laufe und DAS ist der Anfang vom Ende der glücklichen Vater-Kind Beziehung (Die für Kinder sehr wichtig ist!). Denn egal ob sie glauben, ihr Kind verstehe sowieso nicht was für einen Dreck sie über ihren Ex-Mann und den Vater des Kindes reden glauben sie mir eins, den Namen kennt das Kind schon mit 1 Jahr. Und da Kinder, wie wir alle in der Schule gelernt haben von 1-4/5 Lebensjahr noch in ihrer sensiblen Phase sind (was bedeutet sie nehmen Eindrücke und Gefühle besonders stark wahr) Verbinden sie Automatisch den Namen ihres Vater mit dem Gefühl, das im Raum steht (und beim lästern, sein wir ehrlich sind das NIE positive Gefühle). Das Kind entwickelt Abneigung dem Vater gegenüber, wer weiß vielleicht sogar Angst und BUMM SIE sind Gewinner des Neuen Preises, der da Heißt „Alleiniges Sorgerecht“. UND DAS IST DIE SCHLIMMSTE MANIPULATION ÜBERHAUPT. Da könnten sie ihrem Kind gleich ins Gesicht schlagen, und sogar das wäre harmloser da körperliche Wunden heilen, mentale jedoch nie ganz verschwinden. Wenn sie eine Tochter haben können Sie sich ziemlich sicher sein, dass diese es sehr schwer mit Beziehungen haben wird. Schlussendlich fällen sie damit das Urteil, dass Ihre Tochter das gleiche Schicksal, wie Sie ereilt. Und sein wir mal ehrlich als Junge eine gestörte Beziehung zu Männern zu haben ist ziemlich scheiße, oder?! Ich will jetzt nicht sagen, dass Frauen die ganze Schuld am Leiden der Kinder tragen. Am besten wäre es eigentlich gleich gewesen das Kinderkriegen zu lassen wenn Sie dann so mit Ihrem Kind umgehen, aber man kann diesen Dingen aus dem Weg gehen. Man muss die Scheidung 1. nicht VOR dem Kind austragen, 2. nicht so tun als hätte das Kind weder Gefühle noch irgendein relevantes Bedürfnis auf unbeschwerten Umgang mit dem Vater und 3. EINFACH MAL DIE KLAPPE HALTEN oder denken bevor man spricht (was man eigentlich im Kindergarten gelernt haben sollte). Denn auch mit dem Argument, „Mütter sind nun mal auch in der Vergangenheit in den ersten Lebensjahren immer elementar wichtig“ kann man einfach heute nicht mehr kommen. Alle Feministinnen auf dieser Welt beschweren sich, dass Frauen noch immer in die Hausfrau-Mutter-Rolle gedrängt werden. Ganz genau das tun Sie alle hier gerade selber. Als selbstbewusste Frau des 21. Jahrhunderts, wenn sie so wahrgenommen werden wollen, können sie dieses Argument einfach nicht bringen. Da es nun mal so ist, das Männer sich mehr kümmern und das auch in den ersten Jahren tun wollen. Sie versuchen es zu mindestens, viele Frauen lassen sie dann auch einfach nicht, weil sie sich in der Hausfrau-Mutter-Rolle scheinbar doch ziemlich wohl fühlen und sich dann gerne am Abend beklagen „Er hat wieder die ganze Wand mit seinem guten, gesunden Spinat vollgeschmiert und ICH musste natürlich wieder alles wegmachen“. Wenn ihr euch mal Klar artikuliert und damit dann ausdrückt was Ihr eigentlich wirklich wollt würde all dies hier viel Runder ablaufen. Denn schlussendlich habe ich nicht das Gefühl Sie streiten sich hier um das Wohl eines Kindes, das von all diesen Dramen eigentlich gar nichts mitkriegen sollte, sondern vielmehr darum, wer soll die Scheidung gewinnen. Kinder haben Gefühle und das Bedürfnisse danach alles kennenzulernen nicht nur die Mutter und die Oma, oder was auch immer, sondern auch ihren Vater, denn der gibt Ihnen noch einmal ein ganz anderes Lebensgefühl. Das Gefühl, das es auch mal was riskieren kann, was nicht nur wichtig für das Privatleben sondern auch für das Berufsleben ist. Frauen, und das kann ich als Frau nachvollziehen, sind nun mal ängstlicher wenn es um ihre Sprösslinge geht. Und NEIN damit will ich Ihnen jetzt nicht die Vorlage für einen Kommentar, wie „Männer sind unzuverlässig und fahrlässig geben“, denn das sind sie nicht, ich will Ihnen damit nur sagen, dass Kinder im jungen Alter beginnen müssen, das Leben von allen Seiten zu betrachten, was nicht möglich ist wenn sie an ein Geschlecht gebunden sind (aus diesem Grund sollten auch Männer nicht das Alleinige Sorgerecht bekommen). JA, das Leben ist oft scheiße und es ist schwer vernünftig mit solchen komplizierten Konflikten umzugehen, doch ich denke wenn Ihre Kinder Ihnen wirklich etwas bedeuten ist es das wert. Denn nur durch eine friedliche und vernünftige Auseinandersetzung miteinander wird es Ihnen möglich sein später Therapiesitzungen oder Besuche in eine Psychiatrische Klinik zu ersparen (Nein das ist nicht überdramatisiert, das ist schlicht und einfach die Wahrheit). Für ein Kind zu Kämpfen ist Edel, doch um ein Kind zu streiten ist Eitel und Selbstgerecht. Deshalb ist das was die Väter tun nur zu unterstützen, da sie nicht für sich selber kämpfen sondern für ihr Kind. Es kann natürlich auch anders herum sein, dass eine Frau dafür kämpft ihr Kind zu sehen, weil es dem Vater zugesprochen wurde (und allein schon diese Formulierung lässt mich wirklich erzittern) finde ich das nicht falsch oder manipulativ, ich finde es schlicht und einfach richtig sich für die gesunde Entwicklung seines Kindes einzusetzen. Sich zu scheiden ist nichts Schlimmes und oft ist ein klarer Schnitt besser als irgendein Gemurkse, wo die Eltern meinen sie tun es ihrem Kind zuliebe. Doch wenn die Situation kommt in der sich die Wege trennen sollte man im Sinne aller handeln und nicht so, wie man selber meint, dass es für einen gerade passt. Denn all der Streit und viele Tränen und Narben können einem so erspart bleiben.

So das war es nun von mir. All dies, was Sie nun gelesen haben, weiß ich nur, weil ich selber das schlimmste durchgemacht habe. Glauben Sie mir als Kind ist das GAR NICHT witzig. Ich hätte wirklich viel Zeit sparen können, die ich mit Therapie habe, wenn meine Eltern damals vernünftiger gewesen wären. Ich will niemanden an den Pranger stellen und wenn Sie das Gefühl hatten ich hätte das getan sollten Sie sich vielleicht fragen, ob Sie sich nicht doch in all dem wiederfinden. Eltern scheinen nie zu wissen, was für ein Ausmaß eine Scheidung oder auch nur ein Streit für ein Kind hat. Denn Kinder geben sich an allem die Schuld (glauben Sie mir wirklich an allem, sogar wenn sie in keiner Weise etwas damit zu tun hatten). Wenn Sie liebende und fürsorgliche Eltern sind (und ich glaube das sind Sie), dann hören Sie endlich auf dieses Thema zu diskutieren denn es sollte NIE darum gehen, ob generell Mutter oder Vater besser für das Kind sind, denn gut für das Kind sind Sie nur beide zusammen, es wird ja schon einen Sinn haben, dass wir von Natur aus keine Einzelgänger sind. Das Beste für Ihr Kind ist, wenn Sie sich als Eltern vertragen (als ELTERN nicht als PAAR).

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10 Antworten auf “Hört auf euch zu streiten”

  1. Sehr geehrter Herr Bierends,

    ich gratuliere Ihnen ganz herzlich. Sie haben genau das erreicht, was Sie Müttern, die „für“ ihr Kind (und nicht wie Väter immer behaupten „um“ ihr Kind) kämpfen, vorzuwerfen pflegen. Die Manipulation des eigenen Kindes ohne genug selbstreflektiert zu sein. Seien Sie stolz auf diese grandiose Leistung.

    Ich bin schon sehr gespannt, auf Ihre Antwort an Ihre Tochter, wenn diese eines Tages mit Ihrem Enkelkind im Arm, Sie um Hilfe bittet, weil es aus irgendeinem Grund nicht mit dem Kindesvater klappt. Werden Sie dann auch mit allen Mitteln für den Vater kämpfen oder doch für Ihr Enkelkind? Ich wäre sehr neugierig darauf, wie dann Ihre Argumentation lauten wird.

    Ich kann Ihrer Tochter nur wünschen, dass ihr das Dilemma in ihrer Zukunft erspart bleibt und sie trotz Ihrer doch vermutlich eher manipulativen Erziehung väterlicherseits eine Chance auf eine gesunde Beziehung zu einem Mann und später zu ihrer eigenen Familie haben wird.

    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Tochter alles Gute auf diesem Weg.

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    1. Liebe Imen,
      ich finde es ja niedlich wenn „Mütter“ die „“für“ ihr Kind“ kämpfen, meinen eine Meinung, die ihnen nicht in den Kram passt, als das Ergebnis von Manipulation abzustempeln. So kann man sich natürlich auch aus der Affäre ziehen.

      Vielleicht sollten sie einfach nicht von sich auf andere schließen, denn meine Tochter hat durchaus ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter (ebenso wie ich auch), auch wenn sie bei mir lebt. Ich glaube, wenn sie sich den Artikel meiner Tochter noch einmal mit etwas Distanz und weniger offensichtlicher Verletzung durchlesen, werden sie feststellen, das Paula da sehr reflektiert und differenziert ist und sich wenig sorgen um Ihre Unterstellungen machen muss. Ich glaube meine Tochter wird sich nämlich etwas gründlicher überlegen, ob sie sich einen Vollpfosten sucht, um mit dem ein Kind in die Welt setzt, und dann aller welt die Ohren vollheulen zu müssen, dass ihr kind ja vor dem jetzt geschützt werden muß. Im Gegensatz zu Müttern, die meinen jetzt für ihr Kind kämpfen zu müssen, weil sie wahrscheinlich mehr Weitsicht bei der Auswahl eines Brillengestelles als bei der Auswahl eines Kindsvaters auf gebracht haben.
      Besonders toll finde ich es übrigens, wenn jene Frauen, die meine Tochter mit diesem Kommentar angesprochen hat, sofort unter Beweis stellen, wie recht meine Tochter doch hat, wenn diese sogleich versuchen Zeifel an ihrem Vater zu streuen, indem sie mit Lügen und falschen Unterstellungen arbeiten wie: „Du solltest auch kritisch hinterfragen das dein Vater Umgang zu gewalttätigen Eltern gutheißt.“ Habe ich natürlich an keiner Stelle der Diskussion getan, aber ist natürlich auch egal, wenn man das Kind davor „schützen“ will eine Meinung zu vertreten, die einen vielleicht am Selbstbild zweifeln lässt.
      Ich wünsche ihnen auf jeden Fall viel Glück bei der Lösung ihrer Trennungsprobleme, und hoffe dass sie wenigstens einen einigermaßen adäquaten Ersatz für die männliche Bezugsperson ihres Kindes gefunden haben, damit er oder Sie nicht die gleiche Beziehungsschlaufe durchleben muss wie seine Eltern.

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    2. Sehr geehrte Frau Imen,

      Das ist doch ein ausgangsloses und sinnloses hin und her! Ich schreibe extra rein, dass ich diesen Text aus eigenen Stücken und ohne manipuliert worden zu sein schreibe. Doch sofort verschreien Sie meinen Vater als manipulativen Menschen. Ich bin, ob Sie es glauben oder nicht, tatsächlich dieser Meinung und das nicht wegen meinem Vater sondern weil ich es selber erlebt habe. Ich kann jetzt natürlich hundert mal hier rein schreiben, dass ich nicht manipuliert worden bin. Doch da Menschen nur das glauben, was sie glauben wollen, denke ich nicht, dass dies hilfreich sein würde.
      Ich kann gut mit Männern umgehen also machen Sie sich bitte keine Sorgen um mein jetziges und späteres Beziehungsleben, das wenn ich es mal so sagen darf, Sie auch absolut nichts angeht. Ich empfinde, wie man dem obigen Text vielleicht entnehmen kann, Männer sogar meist als angenehmer Gesellschaft als es Frauen sind. Und auch mit Beziehungskonflikten kann ich, seit ich jung bin, gut umgehen.

      Ich wünsche Ihnen viel Spaß sich hier drauf eine Antwort zu überlegen, die meinen obigen Text nicht bestätigt.

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    3. P.S.: Was ich übrigens immer ganz faszinierend finde, ist wenn Frauen so rundherum die Verantwortung für ihr Handeln ablegen und so tun als wäre es ein Akt höherer Gewalt, wenn sie plötzlich einen bösartigen und ihrer Meinung nach wenig Kindeswohlförderlichen Kindsvater an der Backe haben. Wenn Frauen bei einer Beziehung in den Sack hauen sind es komischerweise immer zwei, die dafür verantwortlich sind. Wenn Papa irgendwann nicht mehr nett zu Mama ist, weil er vielleicht einfach frustriert, gernervt und erniedrigt ist und an Rache denkt, wegen Muttis Maternal Gatekeeping und ihrer Bindungsintoleranz, dann ist er einfach nur ein Scheißtyp.
      Vielleicht denken Sie einfach mal darüber nach, bevor sie das nächste mal so tun als hätte die Mutter gar nichts damit zu tun, wenn Papa nicht ihrer Vorstellung von einem Bilderbuchvater entspricht.
      Und selbst wenn er ohne ihr dazutun ein Arschloch wurde, überlegen sie einfach mal was sie dazu gebracht hat, mit ihm ein Kind in die Welt zu setzen. Ein Großteil, der Frauen die ich kenne, die so etwas tun suchen sich leider einfach nur ein männliche Bestätigung ihrer eigenen verkorksten Vaterbilder. In der Hinsicht, halte ich meine Tochter für wirklich sehr gefeit dagegen Ihre Fehler zu begehen.

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  2. Hallo Paula,
    interessant das mal aus sich eines Kindes (darf man das noch so sagen?) zu lesen.
    Ich, als frisch getrennter Mann, kann nicht sagen wie es den Kinder gehen würde, wenn die Trennung nicht harmonisch laufen würde, oder gar die Kinder sich für einen Elternteil entscheiden müssten.
    Wir sind mit uns im reinen, und es gibt eine deutliche Klarheit der Situation in der wir uns befinden. Unser Interesse den Kindern gegenüber ist, das sie das best mögliche aus der Situation erfahren. Und ich muss sagen, ich bin überrascht wie gut das funktioniert. Wir reflektieren den Kindern, das es das normalste auf der Welt ist, das Mama jetzt ein Dorf weiter wohnt. Und das sie von beiden im Alltag betreut werden. Ich bin kein Besuchsvater, und ich möchte das auch nicht sein.
    Durch die Trennung (die eigentlich gar nicht in meine Vorstellung von meinem Leben passt) habe ich viele neue Chancen entdeckt. Zum einen neue Freiheiten, zum anderen aber auch, das ich endlich die Möglichkeit habe, mich intensiv mit den Kindern auseinander zu setzen und ihren Alltag zu planen und daran teil zu haben, sofern sie denn bei mir sind. Mein Verhältnis zu den Kindern ist deutlich besser geworden, denn vorher war ich nach der Arbeit zum gute Nacht sagen zuhause und habe am Wochenende mich mehr um mich gekümmert. Das ging auch, weil ja meine Frau den anderen Part stillschweigend hingenommen hat. Jetzt muss ich ganz anders denken und Planen. Und es ist schön so, endlich den Arsch wieder hochbekommen zu haben, und an der Familie teilzunehmen.

    Damit das funktionieren konnte, haben wir die Kinder immer außen vor gelassen, wenn es um die Trennung ging. So lange, bis ich eingesehen hatte, das es keine andere Möglichkeit gibt, und ich meinen neuen weg gesehen und für gut befunden hatte. Danach haben wir die Kinder in alle Schritte eingeweiht. Die Trennung, das Mama eine andere Wohnung sucht, die Wohnungsbesichtigungen, an allem haben sie teilgenommen und waren teil davon. Es kam nichts überraschend für sie. Und die Tatsache das wir uns nicht gestritten haben, weiter normal miteinander reden und leben konnten, hat den Kindern gezeigt das sie keine Angst haben müssen (denke ich zumindest).
    Hier muss ich auch noch anmerken, auch wenn es mit meiner Frau nicht auf Dauer in der Ehe funktioniert hat, sie hat sich (und tut es immer noch) sehr loyal verhalten. Sie war nicht darauf aus, das ich sie finanziell unterhalten muss, oder das sie die Kinder bei sich behält. Klar muss ich sie (als mehrverdiener) unterstützen. Aber das macht man viel lieber, wenn es dabei harmonisch abgeht. Schließlich leben die Kinder genau so lange bei ihr wie bei mir. Von daher sollten sie es von den Finanziellen Möglichkeiten auch bei ihr so gut haben können, wie bei mir.

    Wenn ich meine Kinder und ihr Verhalten so ansehe, denke ich, das wir alles richtig gemacht haben. Und allein das, macht die Trennung sehr viel einfacher. Ich hoffe, das noch viel mehr sich so verhalten können. Aber verletzter Stolz ist gerne mal ein Gegner von richtigem Verhalten….

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  3. Hallo Paula,
    vielen Dank, ich kann Dir nur zustimmen. Gerade was diese „Kaffekränzchen“ angeht. Aber es geht auch ohne Kaffeekränzchen. Leonies Mutter hat sich jahrelang am Telefon über mich ausgelassen. Blöd war dass Leonie oft nicht einschlafen konnte und vieles davon mitbekommen hat. Wenn ihre Mutter ins Zimmer kam hat sie dann getan als wenn sie schläft. So wusste Leonie zum Beispiel schon lange bevor er „offiziell“ vorgestellt wurde dass ihre Mutter einen neuen Freund hat. Ich mag mir garnicht vorstellen was Sie damals noch alles gehört hat. Auf jeden Fall habe ich oft gemerkt dass etwas war aber wenn ich sie direkt drauf angesprochen habe wollte sie nicht darüber reden. Meistens kam es am Ende eines Wochenendes zu Gefühlsausbrüchen bei denen sie dann mir unter Tränen Fragen gestellt bzw. über ihre Angste gesprochen hat. Das ging soweit dass ich mich beim Jugendamt habe beraten lassen aber da ich sie nicht bei ihrer Mutter „in die Pfanne hauen“ wollte blieb mir nur für meine Tochter da zu sein bzw. sie zu stärken.

    Gruss

    Michael

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    1. Hi Michael,
      gerade die Szenen vom Abschied am Umgangswochenende kenne ich auch noch nur zu gut. Man gerade die Nähe zum Kind wieder aufgebaut, dass es sich öffnet, und Bumms ist die Zeit wieder rum, und die Mutter beklagt sich dass das Kind nach dem Umgang immer so aufgewühlt ist.
      Ich wünsche dir viel Kraft, um für deine Tochter da zu sein.
      Viele Grüße
      Lutz

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