Das Ende einer Ära

»I was so nervous and scared about being a father in general, but now I was a single father and had to fulfill two roles. I wasn’t sure I could do it.”

Das ist wohl ein Gefühl, dass viele Menschen kennen, die das erste mal mit wirklicher Verantwortung konfrontiert sind, weil sie einen kleinen Menschen in diese Welt gebracht haben und diesen das erste mal im Arm halten. Selbst wenn sie planen ihn mit beiden Elternteilen groß zu ziehen, wird ihnen hier klar, was Verantwortung bedeutet. Zu mindestens war das bei mir so.

Ich erinnere mich noch, wie mein Sohn, ein Tag alt, ins Kinderkrankenhaus eingeliefert wurde… „Das Ende einer Ära“ weiterlesen

Wenn Juristen über das Wechselmodell sinnieren

Es ist lustig, wenn ein Jurist wie Prof. Dr. Martin Löhnig für der sogenannte Schülerzeitung für Fachjuristen (das NJW) im Editorial so inkompetent Stellung gegen das Wechselmodell und die zugehörige Resolution des Europarates Stellung bezieht.

Es ist lustig, wenn ein Jurist wie Prof. Dr. Martin Löhnig für das Editorial der sogenannten Schülerzeitung für Fachjuristen (das NJW) so inkompetent Stellung gegen das Wechselmodell und die zugehörige Resolution 2079 des Europarates Stellung bezieht: „Wenn Juristen über das Wechselmodell sinnieren“ weiterlesen

Kinder und Hundetraining

Ich mache ja gerade Hundetraining mit meinem etwas überdominanten Neufundländer. und musste dabei schon an einige Eltern aus meinem Bekanntenkreis denken. Mir hat meine Hundetrainerin etwas etwas sehr einleuchtendes erklärt, was ich auch sehr passend für den Umgang mit Kindern fand.

In der FAZ wurde gerade wieder eine Mahnung für Eltern veröffentlicht:

„Viele Kinder von heute werden totale Narzissten“

Immer mehr Eltern versagen kläglich, wenn es darum geht, den Nachwuchs zu erziehen, sagt die Kinder- und Jugendtherapeutin Martina Leibovici-Mühlberger. Das wird gravierende Folgen für das spätere Zusammenleben und die zukünftige Gesellschaft haben.

Ich mache ja gerade Hundetraining mit meinem etwas überdominanten Neufundländer. und musste dabei schon an einige Eltern aus meinem Bekanntenkreis denken. Mir hat meine Hundetrainerin etwas sehr Einleuchtendes erklärt, was ich auch sehr passend für den Umgang mit Kindern fand. „Kinder und Hundetraining“ weiterlesen

Mein Ex der Psycho

Es wurde gerade mal in einem Forum die Frage gestellt, warum heutzutage bei Trennung so wenig auf psychische Störungen geachtet werden. Egal ob die Ex eine diagnostizierte Borderlinerin ist oder der Ex Züge einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung zeigt: Bis die Sachbearbeiter und Richter deswegen Aktiv werden vergeht eine gefühlte Ewigkeit.

Warum das so ist kann einige Gründe haben. „Mein Ex der Psycho“ weiterlesen

Super-Mamas und #Spitzenväter

Die Moral von der Geschicht: Super-Mama wird man nur wenn man die Beziehung zum Vater beendet hat und seine Rolle mitübernimmt. Spitzenvater wird man nur, wenn man die Beziehung zu Mutter aufrecht gehalten hat und ihre Aufgabe mit übernimmt.

Es ist schön. Das ZDF bringt einen Bericht über Super-Mamas:

»Sie arbeiten, putzen, kochen und erziehen ihre Kinder – und das oft ganz allein. Über deutsche Super-Mamas zwischen Kinderziehung und Karriere.
Kristina Bier ist müde. Es ist Mittwoch, einer dieser Tage, der nicht zu enden scheint. Gerade hat sie noch Tochter Joanna (6) vom Kindergarten abgeholt, jetzt wartet sie schon sehnsüchtig auf das Ende des Ballettunterrichts von Tochter Jewelyn (7). Um 16 Uhr ist ihr Tag schon über zehn Stunden lang. »Ich finde, die größte Herausforderung ist die Terminplanung. Gegen 16.30 Uhr sind wir zu Hause. Um 19.30 Uhr ist schon wieder Schlafenszeit. Das sind drei Stunden, die man noch mit den Kindern hat in der Woche.«

Auf auf den ersten Blick klingt es wie ein typisches Klagelied über das anstrengende Leben von alleinerziehenden Müttern (und nebenbei bemerkt: Das Leben als alleinerziehender Vater ist da nicht leichter). Dann wird aber durchaus mit dem Zitat der Soziologin Professor Anja Steinbach von der Universität Duisburg-Essen in den richtigen Kontext gerückt: „Super-Mamas und #Spitzenväter“ weiterlesen

Breaking Bad, Dad

Und ein Mann, ein Mann versorgt. Und das tut er selbst, wenn er dafür nicht geschätzt, geachtet oder geliebt wird. Er erträgt es einfach und macht es. Weil er ein Mann ist.

Nachdem ich mir nun „Breaking Bad“ bereits zum zweiten Mal angesehen habe, bin ich bei Staffel 3, Episode 5 an einem Dialog zwischen Drogen King Pin Gus Fring und dem Protagonisten Walter White hängen geblieben.

Walter:  I have made a series of very bad decisions and I cannot make another one.  Gus:  Why did you make these decisions?  Walter:  For the good of my family.  Gus:  Then they weren't bad decisions. What does a man do, Walter? A man provides for his family.  Walter:  This cost me my family.  Gus:  When you have children, you always have family. They will always be your priority, your responsibility. And a man, a man provides. And he does it even when he's not appreciated or respected or even loved. He simply bears up and he does it. Because he's a man. „Breaking Bad, Dad“ weiterlesen

Die eigene Verantwortung

Bernard S. Mayer schreibt in seinem Buch ›die Dynamik der Konfliktlösung: Ein Leitfaden für die Praxis‹:

»Sie müssen sich entscheiden, ob Sie Ihre Kinder mehr lieben, als Sie Ihren Ex-Partner hassen«.

Viele Eltern mögen über diese Formulierung „sich entscheiden“ stolpern. Schließlich werden »Liebe« und »Hass« von ihnen wie Gott gegebene Sakramente behandelt, bei denen es einer Blasphemie gleichkommt, sie kontrollieren zu wollen. Dabei ist die Frage, ob die Trennung der Eltern zum Trauma der Kinder wird, zum großen Teil von dieser Entscheidung abhängig.

 

»Scheiden tut weh« sagt der Volksmund. Bedauerlicherweise beziehen viele Eltern diesen Spruch meist nur auf ihr eigenes Leid und nicht auf die ggf. involvierten Kinder.

Bernard S. Mayer schreibt in seinem Buch ›die Dynamik der Konfliktlösung: Ein Leitfaden für die Praxis‹:

»Sie müssen sich entscheiden, ob Sie Ihre Kinder mehr lieben, als Sie Ihren Ex-Partner hassen«.

Viele Eltern mögen über diese Formulierung „sich entscheiden“ stolpern. Schließlich werden »Liebe« und »Hass« von ihnen wie Gott gegebene Sakramente behandelt, bei denen es einer Blasphemie gleichkommt, sie kontrollieren zu wollen. Dabei ist die Frage, ob die Trennung der Eltern zum Trauma der Kinder wird, zum großen Teil von dieser Entscheidung abhängig.

„Die eigene Verantwortung“ weiterlesen

13 Wahrheiten über das Wechselmodell

Nachdem der Europarat in seiner Resolution 2079 die europäischen Mitgliedsstaaten aufgefordert hat, für eine paritätische elterliche Sorge (z.B. durch Wechselmodell) die Grundlagen zu schaffen, bekommen die Alleinerziehendenlobby, Juristenverbände und sonstige Trennungskriegsgewinnler kalte Füße und beginnen zu gegen das Wechselmodell zu trommeln. Es wird so getan, als wäre das Anordnen des Wechselmodelles ein Paradoxon. Als würde ein „Standard Wechselmodell“ bedeuten, dass künftig alle Trennungseltern in diesem Modell erziehen müssten. Es ist ja auch heute nicht so, dass alle dem heutigen Standard „Residenzmodell: Das Kind kommt zur Mutter“ folgen würden.

Es wird so getan, als wären die bemitleidenswerten Mütter, die bei der Familienplanung etwas nachlässig den Partner ausgewählt haben, plötzlich rechtlos dastehen. Das ist natürlich Quatsch. Aber in einer Zeit, wo der Spiegel sogar auf seiner Titelseite die etwas ketzerische Frage stellt »SIND VÄTER DIE BESSEREN MÜTTER?«, werden sich Mütter leider daran gewöhnen müssen, dass in einer Zeit wo jeder nach Gleichberechtigung in der Arbeitswelt ruft, diese Gleichberechtigung auch langsam im Familienrecht ankommt.

Ebenso wenig, wie sich ein Mann in der Arbeitswelt heute noch darauf verlassen kann, dass er sich alleine Aufgrund seines Geschlechtes gegen eine gleich oder besser qualifizierte Konkurrentin durchsetzen kann, so müssen sich leider auch die Mütter daran gewöhnen, dass ihr Geschlecht vor Gericht langsam den Sonderstatus verliert. Die Gerichte erwarten immer öfter, dass die Mütter kooperativ mit dem Vater Lösungen entwickeln (und natürlich umgekehrt). „13 Wahrheiten über das Wechselmodell“ weiterlesen

Wenn Mütter ihren Besitzanspruch verlieren

Es muss eine schwere Zeit für Carola Fuchs sein.

Das Buch von Frau Fuchs hat bestimmt die eine oder andere alleinerziehungswillige Mutter unter dem Kopfkissen liegen, wenn sie sich nachts in den Schlaf weint, weil Gerichte heute nicht mehr bedingungslos den mütterlichen Definitionen von »Kindeswohl« folgen.

Viel geändert hat ihr Buch aber zum Glück nicht an der Tatsache, dass Gerichte inzwischen Vätern häufiger eine größere Rolle zusprechen.

Erst bekommen unverheiratete Väter seit dem EuGH-Urteil von 2010 auch gegen den Willen der Mutter das Sorgerecht zugesprochen.

Dann kommen Gerichte auf die Idee, dass mütterliche Kommunikationsverweigerung nicht ausreicht, einen gleichberechtigten Umgang zu verwehren „Wenn Mütter ihren Besitzanspruch verlieren“ weiterlesen

Andrea Micus: Väter ohne Kinder – Was für Männer nach einer Trennung auf dem Spiel steht (Buchrezension)

Die Nacht der lebenden Texte

Vaeter_ohne_Kinder

Väter ohne Kinder – Was für Männer nach einer Trennung auf dem Spiel steht

Familie // Dieses Buch behandelt das Schicksal und den Schmerz von Vätern, die nach der Trennung von der Mutter ihres Nachwuchses unfreiwillig den Kontakt zu ihren Kindern verloren haben – umgehend oder im Lauf der Zeit. Nun mag manch Leser versucht sein, dies für eine verfehlte Perspektive zu halten; sind doch die Leidtragenden einer Trennung immer und ausnahmslos die Kinder, ihnen habe der Fokus zu gelten.

Ist nicht das Kindeswohl der entscheidende Faktor?

Das stimmt zwar, dennoch muss auch dieser Aspekt bei Trennungsfamilien betrachtet werden, und das geschieht in der breiten Öffentlichkeit viel zu selten. In Jugendämtern und an Familiengerichten trifft man oft noch die Haltung an, entscheidend für das Kindeswohl sei, dass es der Kindsmutter gut gehe. Nur recht und billig, auch dem Befinden des männlichen Elternteils Rechnung zu tragen.

Die Journalistin und Buchautorin Andrea…

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Warum Mütter weniger Vollzeit arbeiten, als Frau Schwesig möchte

Passend zu meinem Text „6 Gründe, warum sich Väter weniger für ihre Kinder engagieren als sie wollen“ (bei der Huffington Post hier) stellte die Welt nun mal die umgekehrte Frage:

Warum die meisten Mütter Vollzeitarbeit ablehnen

Nun mal die Auflistung der partnerschaftlichen Gründe, warum Frauen nach der Geburt nicht mehr Vollzeit arbeiten (wollen):

Quelle Welt: http://www.welt.de/politik/deutschland/article143707254/Warum-die-meisten-Muetter-Vollzeitarbeit-ablehnen.html

Wen ausser Manuela Schwesig​ wundert es?

„Warum Mütter weniger Vollzeit arbeiten, als Frau Schwesig möchte“ weiterlesen

6 Gründe, warum sich Väter weniger für ihre Kinder engagieren als sie wollen

Spiegel Online hat gerade einen Kommentar veröffentlicht, der Männer aufforderte, sich ihrer Rolle als Väter mutiger zu stellen:

„Immer wieder beklagen Männer, sie hätten nicht genug Zeit für ihre Kinder – aber nach wie vor arbeitet nur ein Bruchteil in Teilzeit. Väter müssen mutiger werden.”

Bereits Anfang der 2000er-Jahre habe ich einen Artikel in einer Ausgabe der „Psychologie Heute“ gelesen, dessen Autor feststellte, dass sich Männer vor der Geburt vornehmen, mehr für ihre Kinder da sein zu wollen, als sie es nach der Geburt wirklich sind. Als Vater stimme ich der Aussage des Spiegel-Artikels zwar prinzipiell zu, leider habe ich über die Jahren mehr als genug Väter und ihre Erfahrungen kennengelernt, sodass ich feststellen muss: Mit „mehr Mut“ ist es leider nicht getan. Weshalb reicht Mut allein nicht aus? Die meisten Väter sind doch keine Idioten, die sich einfach nicht um ihre Kinder kümmern wollen (Ausnahmen bestätigen die Regel)?! Hier sechs Gründe, die fürsorgewillige Väter ausbremsen: „6 Gründe, warum sich Väter weniger für ihre Kinder engagieren als sie wollen“ weiterlesen