Breaking Bad, Dad

Und ein Mann, ein Mann versorgt. Und das tut er selbst, wenn er dafür nicht geschätzt, geachtet oder geliebt wird. Er erträgt es einfach und macht es. Weil er ein Mann ist.

Nachdem ich mir nun „Breaking Bad“ bereits zum zweiten Mal angesehen habe, bin ich bei Staffel 3, Episode 5 an einem Dialog zwischen Drogen King Pin Gus Fring und dem Protagonisten Walter White hängen geblieben.

Walter:  I have made a series of very bad decisions and I cannot make another one.  Gus:  Why did you make these decisions?  Walter:  For the good of my family.  Gus:  Then they weren't bad decisions. What does a man do, Walter? A man provides for his family.  Walter:  This cost me my family.  Gus:  When you have children, you always have family. They will always be your priority, your responsibility. And a man, a man provides. And he does it even when he's not appreciated or respected or even loved. He simply bears up and he does it. Because he's a man. „Breaking Bad, Dad“ weiterlesen

Wenn Mütter ihren Besitzanspruch verlieren

Es muss eine schwere Zeit für Carola Fuchs sein.

Das Buch von Frau Fuchs hat bestimmt die eine oder andere alleinerziehungswillige Mutter unter dem Kopfkissen liegen, wenn sie sich nachts in den Schlaf weint, weil Gerichte heute nicht mehr bedingungslos den mütterlichen Definitionen von »Kindeswohl« folgen.

Viel geändert hat ihr Buch aber zum Glück nicht an der Tatsache, dass Gerichte inzwischen Vätern häufiger eine größere Rolle zusprechen.

Erst bekommen unverheiratete Väter seit dem EuGH-Urteil von 2010 auch gegen den Willen der Mutter das Sorgerecht zugesprochen.

Dann kommen Gerichte auf die Idee, dass mütterliche Kommunikationsverweigerung nicht ausreicht, einen gleichberechtigten Umgang zu verwehren „Wenn Mütter ihren Besitzanspruch verlieren“ weiterlesen

Mein Coming Out

Okay, nachdem Emma Watson es vor der UN noch einmal so schön auf den Punkt gebracht hat: „Feminismus hat das Ziel die Ungleichbehandlung der Geschlechter zu beenden.“ da muss es einfach rauslassen, auch wenn es vielleicht immer offensichtlich war: Ja ich bin ein Feminist. Ich hoffe, das darf man als Mann. Ich finde es ganz toll, wenn Frauen sich zukünftig ihre Partner nach dem Charakter und der Frage aussuchen, ob er wohl gut mit den Kindern umgehen kann, und nicht mehr danach, ob er auch in der Lage ist den Einkommensverlust zu kompensieren, wenn sie nach der Geburt erst mal zu Hause bleiben will. Ich würde es wirklich bevorzugen wenn Elternzeit gleichberechtigt genommen werden kann, ohne die Familie an den rand des Ruins zu führen, oder satt der guten Papmpers künftig immer das No Name-Produkt aus dem Discounter kaufen zu müssen. Meine Herren, ich spreche da aus Erfahrung, wenn ich sage: „Die Tatsache, dass ich für meine Kinder da bin, ist eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens“. „Mein Coming Out“ weiterlesen

Von Mistkerlen und Muttertieren

Irgendwie scheint es sich langsam wirklich überall herumgesprochen zu haben, dass es Kindern und der Geburtenrate nicht gut tut, einseitig ein Geschlecht in Gesetzen und Rechtsprechung zu bevorteilen. Nachdem in den Tagen um den Vatertag dieses Jahr – wie schon erwähnt – erstaunlich viel Sendezeit der männlichen Gleichberechtigung in Erziehungsfragen zur Verfügung gestellt wurde, wird sich auch in den Printmedien ausgiebig dem Thema sexuelle Diskriminierung von Vätern gewidmet. Selbst die taz, welche das Thema „Gleichberechtigung“ in der Vergangenheit eher über „weibliche Benachteiligung am Arbeitsmarkt“ definierte und entdeckt plötzlich auch die männliche Diskriminierung im Familienrecht („Derjenige, der die Kinder kürzere Zeit betreut, und sei es nur ein Tag weniger, zahlt trotzdem den vollen Unterhalt.“). Männer werden langsam als erziehender Elternteil gesellschaftsfähig. zu mindestens bei einem Großteil der Medienlandschaft „Von Mistkerlen und Muttertieren“ weiterlesen

Das Doppelresidenzmodell – Ein Weg zur Gleichberechtigung

In Deutschland wird es immernoch stiefmütterlich behandelt.

Deutsche Jugendämter und Familienrichter halten es immernoch für Kindeswohlabträglich.

Das Wechsel- oder Doppelresidenzmodell, welches im Grunde genommen die beste Basis für Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen, bzw. Vätern und Müttern bietet.

Als ich Ende 2005 damit anfangen wollte durfte ich mir noch Binsenweisheiten wie „Ein Kind braucht EIN Zuhause“ aushören. „Das Doppelresidenzmodell – Ein Weg zur Gleichberechtigung“ weiterlesen